[Rezi] Der Pfad im Schnee

Der Clan der Otori, Band 2: Der Pfad im SchneeDer Clan der Otori, Band 2: Der Pfad im Schnee

 

Autorin: Lian Hearn
Verlag: Carlsen
Seiten: 384 oder 416
Originaltitel: Tales of the Otori – Book 2: Grass for his pillow
Reihe: Der Clan der Otori, Band 2

Klappentext:

Takeo, Erbe des mächtigen Otori-Clans, hat sich dem geheimnisvollen Stamm angeschlossen. Dafür muss er dem Glauben seiner Kindheit, seinem Recht auf Reichtum, Land und Macht abschwören und seiner Liebe zu Kaede entsagen! Sonst wird der Stamm ihn töten. Doch Takeo kann sich den strengen Regeln nicht beugen, zu stark ist seine Verbindung zu den Otori und zu der Frau, die er liebt. Er flieht und begibt sich mitten im eisigen Winter auf eine gefahrvolle Reise.

Inhalt: Kaede ist mit Takeos Kind schwanger und geht zurück in ihr Elternhaus. Sie mag nicht akzeptieren, dass sie als Frau eine niedrigere Stellung hat und lässt sich bis zu dessen Tod von ihrem Vater im Lesen und schreiben unterrichten. Nach dessen Tod will Kaede ihr rechtmäßiges Erbe in Maruyama antreten und es mit Takeos von Otori Shigeru geerbten Ländereien vereinen.
Währenddessen entkommt Takeo dem Stamm, dem er sich zuvor zu dienen verpflichtet hatte, und flieht mit Hilfe des Ausgestoßenen Jo-An in den Tempel Terayama, wo Kaede und Takeo später heiraten.

Meine Meinung: Im großen und ganzen hat mir das Buch gut gefallen, aber wie immer gibt etwas Kritik.
Die Story ist nicht so interessant gestaltet wie in Band 1, zwar ist die Geschichte nicht schlecht aber es fehlte mir ein wenig die Spannung. Es gibt irgendwie einen steigen Wechsel zwischen schönen und nicht so schönen (grausamen) Szenen, ob ich das gut oder schlecht finde weiß ich nicht so genau.
Takeo, den ich im ersten Band ja sogar nicht ausstehen konnte, hat sich in meinen Augen etwas „gebessert“. Er ist irgendwie nicht mehr ganz so …doof und stellt nicht mehr so viel Mist an.
Kaede mag ich nicht mehr ganz so gerne wie in Das Schwert in der Stille, und ich weiß, dass es komisch klingt, aber ich finde es blöd, das sie nicht mehr mit dem Tod von so vielen Männern zu tun hat (in diesem Band ja nur mit ihrem Vater). Das hat Kaede irgendwie ausgemacht und hat sie zu einer richtigen …naja, Powerfrau gemacht. Sie ist das natürlich immer noch, aber es fehlt halt ein Stück Kaede… Ich mag sie immer noch sehr gerne, nur ein kleiner Minuspunkt.
Lian Hearns Schreibstil gefällt mir nach wie vor sehr gut. Der Perspektievenwechsel zwischen Kaede und Takeo passt gut zum Inhalt, da ja zwei Geschichten parallel erzählt werden.

Fazit: Ganz so sehr wie Band 1 konnte mich Der Pfad im Schnee nicht begeistern, doch insgesamt ist es auch ein sehr gutes Buch. Ich freue mich schon darauf, Band 3 und Band 4 zu lesen, vielleicht wird Der Clan der Otori ja noch eine weitere Lieblingsreihe 😉 Meine Wertung:

6/8 = SECHS ACHTEL

[Rezi] Ich fürchte mich nicht / Shatter me

Shatter Me By Tahereh MafiTahereh  Mafi - Ich fürchte mich nicht

Originaltitel: Shatter me

Autor: Tahereh Mafi

VerlagGoldmann

http://www.harperteen.com/

http://www.randomhouse.de/Buch/Ich-fuerchte-mich-nicht-Roman/Tahereh-Mafi/e382879.rhd

Klappentext:

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht …

Cover: Eigentlich bewerte ich das Cover normalerweise ja nicht, aber in diesem Fall muss ich mal was dazu loswerden. (aber das verändert das Fazit nicht) *ACHTUNG MECKERATTACKE*
Es ist nämlich so, dass ich mich total über diese Idioten aufrege, die dieses verdammt nochmal HÄSSLICHE deutsche Cover entwerfen mussten 😦 😐
a) das englische Cover (in der Mitte) mit dem Auge ist 1000000000-mal (Milliarden-mal 😀 ) schöner und so wie so total schön ♥♥ (Ignite me und Unravel me sind aber noch schöner)
b) auch das erste englische Cover ist schöner (obwohl ich es eigentlich nur mäßig finde)
c) die Pose auf dem deutschen Cover sieht total damlich aus 😦
d) das deutsche Cover ist ziemlich schlecht gemacht: (nicht das ich es besser könnte aber trotzdem 😀 :() Das Bild ist voll krüppelig ausgeschnitten – irgendwie fehlt der Frau ein Fuß, oder?! Und die Frau hat ein Haargummi am Arm (wetten sie hat vergessen das fürs Foto abzunehmen? *hahahahaha* 😀 😀 😀 )
e) vielleicht würde ich das deutsche Cover gar nicht soooooooooo schlimm finden, wenn es das Cover mit dem Auge ♥ nicht gäbe 😉

Inhalt: Also eigentlich sagt der Klappentext schon das meiste 😀 (lest ihn doch anstatt mich zu schuften lassen XD )
Wer Juliette berührt, stirbt. Deshalb hat das Reestablishment sie in einer art Irrenhaus eingesperrt. Nach 264 Tagen bekommt sie Gesellschaft von Adam. Da weiß sie noch nicht wer er wirklich ist, aber das findet sie natürlich noch raus 😀 😀

Meinung: Die Story… find ich mäßig. Am Ende wurde es  zwar noch richtig spannend, aber der Rest konnte mich nicht so wirklich überzeugen. Irgendwie hat mich das ganze an die Numbers-Triologie erinnert… Jemand hat eine besondere Gabe und der Böse will sie für sich nutzen. Das Prinzip ist bei Numbers fast das gleiche 😀
Die Idee… also  die Idee mit Juliettes Gabe (oder Verfluchung – Kommt drauf an ob ich Warner oder Juliette heiße 😀 ) find ich schon irgendwie gut, aber auch nicht überwältigend.
Die Personen… mochte ich alle nicht soo super gerne 😐 Juliette geht eigentlich aber richtig sympatisch konnte sie mir nicht werden. Und sie hat manchmal ein bisschen viel Selbstmitleid. Adam hat mich mit seinem ewigen Hin-und-Her genervt und bei Warner sehe ich keinen Grund warum ich ihn mögen sollte 😦

Schreibstil: Den fand ich super!! Deshalb hat er sich auch eine eigene Überschrift verdient 😀 (Tja, das Buch muss schon irgendwie besonders sein, das ich hier so viele Ausnahmen an meinem mehr oder weniger üblichen Rezensions-Schema mach 😉 😀 )
Tadaaaa ich präsentiere Seite 122 😀

Zeit totzuschlagen ist nicht so schwierig, wie es sich anhört.
Ich kann hundert Zahlen den Schädel zertrümmern und ihnen zuschauen, wie ihr Blut in meiner Handfläche Dezimalpunkte hinterlässt. Ich kann die Ziffern von einer Uhr abreißen und den Zeigern zuschauen, wie sie vor sich hin tick tick ticken, bevor ich einschlafe. Ich kann Sekunden ersticken, indem ich die Luft anhalte. Seit Stunden ermorde ich Minuten, und niemand scheint etwas dagegen zu haben.

Toll, oder? Dieser Schreibstil ist einfach… hach, umwerfend. Das ist Kunst ♥♥♥
Außer das er allgemein so schön ist, gibt es noch drei tolle Sachen am Schreibstil
a) Zahlen. Überall sind in diesem Buch Zahlen. Das finde ich als Mathefreak natürlich super 😀 😀 😀
b) Die durchgesterichen Sätze gefallen mir finde ich klasse spitzenmäßig. 😀 😉
c) Die Wortwiederholungen sind auch toll 🙂
Wenn man das Buch nicht gelesen hat, klingt das ich da gerade geschrieben hab wahrscheinlich etwas komisch 😉 Aber es ist wirklich so 😀 lest das Buch und ihr werdet es verstehen 🙂

Fazit: Eine mäßige Idee trifft einen… umwerfenden Schreibstil. 😀 Ich habe viel von diesem Buch erwartet und es hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Ich verstehe den Hype nicht. Die Protas haben mich genervt und die Story ist auch nicht so der Hammer. Ich vergebe:

4/8 = VIER ACHTEL

[Rezi] Das Schwert in der Stille

Der Clan der Otori, Band 1: Das Schwert in der Stille

Autorin: Lian Hearn

Verlag: Carlsen

Seiten: 374

Preis: 6,95€ / 7,99€

Originaltitel: Tales of the Otori – Book 1: Across the Nightingale Floor

Link zum Buch: https://www.carlsen.de/sonderausgabe/der-clan-der-otori-band-1-das-schwert-in-der-stille/23489#Inhalt

Klappentext: Bislang hatte Takeo nicht gewusst, was Menschen einander antun können. Die wilden Schlachten zwischen den Clans waren ihm fremd. Doch dann wird seine Familie ermordet und er selbst entkommt nur knapp dem Tod. Otori Shigeru vom Clan der Otori ist es, der ihn rettet, mit einem Schlangenschwert in der Hand. Von ihm lernt Takeo alles über die Bräuche der Clans – und gerät dabei immer tiefer in eine Welt der Lügen, der Geheimnisse und der Rache.

Inhalt: Takeos Dorf wird von den Tohan überfallen und er ist der einzige überlebende, da Lord Otori Shigeru ihn mehr oder weniger zufällig rettet. Sie begeben sich gemeinsam auf die Reise nach Hagi, wo Takeo als Mitglied des Clan der Otori ein neues Leben anfängt. Und dann ist da noch Kaede, ein Dienstmädchen bei den Tohan, das heiraten soll. Wie der Zufall es so will finden die beiden zusammen…

Meinung: Die Idee hat mich sofort angesprochen, da ich japanisch angehauchte Sachen allgemein super finde. Man wird direkt in die Handlung geworfen und die Story hat mich gleich von Anfang an begeistert, so habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Am Schreibstil hat mir der Perspektivenwechsel gut gefallen, also dass Takeo aus der Ich-Perspektive erzählt und Lian Hearn bei Kaede einen allwissenden Erzähler verwendet. Dadurch wird die Geschichte gut rüber gebracht, finde ich.
Die erste Hauptperson Takeo konnte mir leider überhaupt nicht sympatisch werden. Gleich im ersten Kapitel musste er sich retten lassen, sowas mag ich überhaupt nicht, das kommt dann immer so „weicheihaft“ bei mir rüber 😦  Sein Handeln am Ende kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, das ist ein fetter Minuspunkt für ihn. Kaede dagegen fand ich umso besser, sie das totale Gegenteil von Takeo. Im Gegensatz zu ihm kann sie nämlich selbst ihren Hintern retten und ist ganz schön mutig, immerhin ist sie am Tod von drei Männern beteiligt.
Das Ende war sehr überraschend und ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. Takeos Part ist durch und durch bescheuert, ich mein warum hätte er ihn nicht am Leben lassen können? Wenn er ihn umbringt hätte er ihn gar nicht erst retten müssen!!! Durch das was Kaede getan hat erkennt man noch mal was für eine starke Persönlichkeit sie hat, aber ich mochte Iida sehr gerne. Keine Ahnung warum, schließlich ist er DER Böse, aber ich mochte ihn halt.

Fazit: Insgesamt fand ich das Buch wirklich super, aber dafür dass Takeo so ein Idiot ist und für das Ende gibt es einen Minuspunkt. Ein Buch mit einem (sorry) versautem Protagonisten kann einfach keine Höchstpunktzahl bekommen, da kann der Rest ja noch so gut sein…
Ich freue mich schon den zweiten Teil zu lesen, der schon auf meinem SuB liegt.
Ich vergebe:

SIEBEN ACHTEL=7/8

[Rezi] Vergiss nicht, dass du tot bist

Autor: Angela Mohr
Verlag: Arena
Preis: 9,99€
Seiten: 264
http://www.arena-verlag.de/artikel/vergiss-nicht-dass-du-tot-bist-978-3-401-50418-6

Klappentext:

Sabina hat ein zweites Leben geschenkt bekommen. Das neue Herz, das in ihrer Brust schlägt, ist wie ein Wunder. Doch seitdem gehen unheimliche Veränderungen in ihr vor. Veränderungen, die ganz normal sind, sagen die Ärzte. Aber Sabina spürt mit jeder Faser ihres Körpers, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Dass jemand hinter ihr her ist – und ihr Kampf ums Überleben noch lange nicht vorbei.

Inhalt: Sabina hat vor ihrer Organspende Listen aufgeschrieben, zum Besipiel die Ich-Will-Leben-Liste (Dinge, die ich tun will, wenn ich ein Spenderherz bekomme) :
1. Eine Nacht durchtanzen
2. Einen Baum pflanzen
3. Sex haben
Bald nach der Transplantation will sie die Listen so schnell wie möglich abarbeiten. Ihre erste Beziehung (mit David) geht demnach ziemlich schnell wieder vorbei. Eines Tages findet sie einen Zettel auf dem steht: Der Tod wird sich holen, was ihm zusteht., der offensichtlich für sie hinterlassen wurde, von dem Moment an fühlt Sabina sich immer öfter verfolgt und jemand versucht mehrfach, sie umzubringen. Außerdem bemerkt sie Veränderungen, die nicht normal sind, wie zum Beispiel, dass sie nachts anfängt sich zu beißen ohne es zu bemerken. Alles geht schief. Außer ihrer plötzlichen Liebe zu Adrian, einer Bahnhofsbekanntschaft…

Meinung: Angela Mohr hat sich mit Organspende ein meiner Meinung nach sehr schweres Thema ausgesucht und es auch gut umgesetzt. Ihr Schreibstil ist schnell und flüssig zu lesen und man wird nach einer kurzen bis gar nicht vorhanden Einleitung direkt in die Handlung geworfen (was bei gut 250 Seiten auch gut so ist). Die Story gefällt mir wirklich gut und das Buch ist von Anfang an sehr spannend. Es gibt mehrere überraschende Wendungen, also wird es nicht langweilig! Besonders das Ende kam für mich unerwartet und hat es dann nochmal richtig spannend gemacht. 🙂
Die Personen sind leider nicht sehr gut ausgearbeitet, weshalb ich am Ende des Buches nicht mal bei der Hauptfigur das Gefühl hatte die Person zu kennen. Schade. Was mir bei Sabrina aber aufgefallen ist, ist dass sie den Leuten viel zu schnell vertraut. Ich mein ist es nicht komisch, jemandem, den man vor zehn Minuten auf dem Bahnhof kennengelernt hat seine Nummer zu geben und sich dann ständig mit ihm zu treffen???

Fazit: Insgesamt hat mir Vergiss nicht, dass du tot bist sehr gut gefallen, nur für die etwas schlechte Ausarbeitung der Personen gibt es einen Minuspunkt. Ich vergebe:

SIEBEN ACHTEL = 7/8